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Infocentrum Slaný
Für Bürger - Kulturtipps, Sport und alles Interessantes. Tipps für bunteres alttägliches Leben in der Stadt.
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Infozentrum Slaný
Pod Velvarskou branou
Velvarská 136/1
274 01 Slaný

Telefon: 312 523 448
e-mail: ic@infoslany.cz

Öffnungszeiten:
Mo - Fr
9.00 - 17.00
Sa, So, Feiertage
9.00 - 16:30


Zimní otevírací doba:
(listopad – březen)

Po – Pá
9.00 - 16.00
So, Ne, svátek
Zavřeno
Doporučujeme
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Kulturhistorische Wanderung 1 - 6.1

Dieses Projekt wird von der Mittelböhmischen Region mitfinanziert.  
http://www.centralbohemia.cz/?language=3 

Das Informationszentrum Slaný (Schlan) arbeitete schon seit dem Jahr 2002 am Projekt „Kulturně historické putování Slánskem“ – „Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný“ - und setzte sich zum Ziel, die ganze Region des politischen Bezirks Slaný aus dem Jahr 1938, d.h. dasjenige Gebiet, das bis zu Rakovník (Rakonitz) einerseits und bis zu Kralupy nad Vltavou (Kralup an der Moldau) anderseits reicht, zu kartieren, seine Sehenswürdigkeiten, Denkmäler und unikalen Orte zu verzeichnen und den Besuchern jeweiliger Lokalität nahe zu bringen. Im Jahr 2007 wurde das Projekt vollendet. Während der abgelaufenen Jahre gab das Informationszentrum Slaný 13 Teile „Der Kulturhistorischen Wanderung durch die Region Slaný“ heraus. An dem Projekt nahmen die Gemeinden der Region teil – etwa 50 Gemeinden, von denen einige wiederholt. Ohne ihr Verständnis und ihre finanzielle Mitbeteiligung wäre es uns nicht gelungen, dieses Projekt zu vollenden.
Die Teilnahme der Stadt Slaný als Vertreters der Region an bedeutenden Tourismusmessen mit langjähriger Tradition verbuchte Rekordzahlen bei den Besuchern des hiesigen Gebiets nicht nur aus der Tschechischen Republik, sondern auch aus dem Ausland. Das bestärkt uns darin, dass diese Materialien sehr nützlich sind. Sie stehen Ihnen im Informationszentrum Slaný zur Verfügung - als Tipp für einen attraktiven eintägigen Ausflug in die Umgebung für Touristen und Radtouristen. Dieses Informationsmaterial bietet interessante Tipps und Vorschläge für Ausflüge und Aktivitäten, die sowohl für Individual- als auch für Gruppentouristik geeignet sind.
Mehr Informationen bekommen Sie unter www.infoslany.cz, oder wenden Sie sich
persönlich an das Informationszentrum Slaný (Leiterin - Frau Zoja Kučerová).

1. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Trpomech – Kralowitz – Schindhöfen – Derchkow – Wotrub – Klein Liditz b. Wotrub – Schlan

2. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Klein-Kewitz und Groß-Kewitz – Pschelietz - Ledetz – Sternberg – Smetschno – Schlan

3. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Herdliw – Trebichowitz – Sak – Nettowitz - Schlan

4. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Bisen – Libowitz – Posden – Haselwald – Reschnitz - Serbetsch – Millai – Wacht – Trübwasser– Rentsch - Rohrbusch

5. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Brunnendorf – Risut – Rasen – Kornhaus – Schlan

 6/1 Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný –
Das historische Stadtzentrum

6/2 Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný –
Innerhalb der Stadtmauern

7. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Dollin – Berschowitz – Slonitz – Bakow –Schelewtschitz - Schlan

8. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Slaný – Slaný - Kurze Umrundung

9. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan - Bisen – Lotaus – Neprobilitz – Kutrowitz – Kwillitz – Weißthurn – Groß Horeschowitz – Klein Horeschowitz - Sichowetz – Zierotin - Jungferteinitz

10. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Weißthurn – Hut – Tscheraditz – Klein-Paletsch – Stradonitz – Lisowitz - Wischinek – Groß-Paletsch - Perutz

11. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Knobis – Schelenitz – Trebusitz – Hollaus – Brandeisel – Grillenau – Olschan - Schlan

12. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Swinarschow – Libuschin – Katschitz – Neubrunn – Burgstätt – Neudorf – Ledetz - Pschelietz

13. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Dollin - Hobschowitz – Welwarn – Naumeritz – Kamenomost – Losdorf - Podleschin – Knobis - Schlan



1. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Slaný – Trpoměchy – Královice – Dřínov – Drchkov – Otruby – Lidice u Otrub – Slaný

Schlan – Trpomech – Kralowitz – Schindhöfen – Derchkow – Wotrub – Klein Liditz b. Wotrub – Schlan

Vom Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159) gehen wir durch die Hus-Straße, dann am Stadtzentrum Grand durch die Třebízský-Straße vorbei und verlassen die Stadt. Wir setzen auf der Straße Nr. 3/23916 fort, meiden die Abbiegung Richtung Trpoměchy und nach 300 m gelangen wir rechts der Straße zu einem flachen Hohlweg. Auf der entgegengesetzten Seite finden wir ein kleines vergessenes Marterl. Es handelt sich um einen Sühnestein mit eingraviertem Kreuz. Der Sühnestein trägt die Jahreszahl 1753 und wurde auch mit der Inschrift: „ZDE VZAL SVÉ KONCE GIRZI LOSKOT“ – „HIER SETZTE GIRZI LOSKOT SEINEM LEBEN EIN ENDE“ versehen. Von diesem Sühnestein ist eine Geschichte überliefert – Loskots Marterl.

TRPOMĚCHY - TRPOMECH
Die ersten Erwähnungen des Dorfes erfolgten im 13. Jahrhundert. Im Jahr 1884 wurde hier eine kleine Kapelle errichtet. Ihr Erbauer war František Štěch. Auf dem Weg nach Královice (Kralowitz) meiden wir rechts der Straße einen dominierenden Hügel Řipec (312 m ü. M.). An diesen Ort knüpft sich die Geschichte „Vom verlorenen Schatz unter Řipec“.

KRÁLOVICE - KRALOWITZ
Auf dem Dorfplatz vor dem Haus Nr. 6 steht die Kapelle aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts, die dem Erzengel Michael geweiht ist. In Královice ist auch eine Steinbrücke mit Plastiken des Bildhauers Vendlík von Slaný zu sehen. Die Statuen stellen die Heiligen Johannes von Nepomuk und Wenzel dar.
Große Bronzefund und Freilegung der Fundamente der keltischen Hütten belegen die prähistorische Besiedlung des Ortes Královice. Das Dorf entstand gegen Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts. Hier stand eine Feste, von der aus ihre Herrscher das umliegende Gebiet beherrschten und die später während der Hussitenkriege zerstört wurde. An der Weggablung Zlonice- Královice-Dřínov (Slonitz-Kralowitz-Schnindhöfen) dominiert eine barocke Passionssäule.

DŘÍNOV - SCHINDHÖFEN
Die erste Nachricht über das Dorf stammt aus dem Jahr 1316. Die hiesige St. Lukaskirche wurde zum ersten Mal im Jahr 1352 erwähnt. Später wurde sie im Barockstil umgebaut. Die Häuser Nr. 20 und 21 sind ein typisches Beispiel der volkstümlichen Architektur in dieser Region.

DRCHKOV - DERCHKOW
Das Dorf wurde im Jahr 1263 erstmals aufgeführt. Die barocke Kapelle ist dem Heiligen Adalbert (tsch. Vojtěch) geweiht. Auf dem Weg von Drchkov nach Lidice bei Otruby meiden wir rechts die am Posdener Bach (Pozdeňský potok) liegende Lužecký Mühle, die zum Dorf Drchkov gehörte. An der Weggablung hinter der Lužecký Mühle können wir geradeaus weiter nach Lidice bei Otruby fortsetzen oder nach links abbiegen und einen mehr befahrbaren bzw. begehbaren Weg nach Otruby nehmen.

OTRUBY - WOTRUB
Die archäologischen Funde im Bereich des Dorfes Otruby (Wotrub – wie die Ortschaft früher genannt wurde) sind der antiken Besiedlung zuzuweisen. Im Juli 1999 wurde hier das alte Sühnekreuz erneuert. Von Otruby können wir nach Slaný zurückkehren oder nach links Richtung Lidice u Otrub (Klein-Liditz b. Wotrub) abbiegen.

LIDICE U OTRUB/ KLEIN-LIDITZ B. WOTRUB
Laut einiger Quellen wurde das Dorf Lidice Menší (Klein-Liditz – Lidicky gilt als Gegenteil zum Dorf Lidice Větší – Groß-Liditz b. Buschtiehrad /tsch. Buštěhrad/) schon in alten lateinischen Legenden erwähnt. Aus einigen können wir erfahren, dass das Dorf dem Fürsten Wenzel - dem Sohn des Fürsten Vratislav gehörte. Die erste historisch belegte Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1290.
Hiesige Kirche wurde zuerst unter dem Patrozinium des Hl. Wenzel, später des Hl. Andreas und schließlich des Hl. Jakobus des Älteren geweiht. Trotz mehrerer Brände und Zerstörungen blieb ihr Gebäude bis heute erhalten.

Slaný – Trpoměchy 3 km
Trpoměchy – Královice 2 km
Královice – Dřínov 2,5 km
Dřínov – Drchkov 1 km
Drchkov – Otruby 2,5 km
Otruby – Slaný 3 km

Gesamtlänge: 14 km.
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.


2. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Slaný – Kvíček a Kvíc – Přelíc – Ledce – Šternberk – Smečno – Slaný

Schlan – Klein-Kewitz und Groß-Kewitz – Pschelietz - Ledetz – Sternberg – Smetschno – Schlan

Vom Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159) kommen wir zum Komenský-Platz und an der Stelle, wo eines der mittelalterlichen Festungstore – das Tor „Fortenská brána“ stand, schließen wir an die Záfortenská-Straße an. Wir passieren die Straße zu Červený potok (Zum Roten Bach) und kommen auf die K. H. Borovský-Straße. Wir meiden die Přibyls Spinnerei und am Standort „Na Vyhlídce“ (Zur Aussicht), an dem eine prähistorische Siedlung freigelegt wurde, nehmen wir den Weg nach Kvíček. Wir erreichen die Kapelle aus der Hälfte des 19. Jahrhunderts, passieren die Na Chmelnici-Straße und der Weg führt uns entlang von Feldern in Richtung Kvíc. Hier steht die Kapelle mit der Jahreszahl 1892.

KVÍČEK A KVÍC – KLEIN-KEWITZ UND GROß-KEWITZ
Beide Dörfer, im Mittelalter wurden sie Klein- und Groß-Kewitz genannt, sind in ihrer Frühgeschichte schwer zu unterscheiden. Die erste Erwähnung des Dorfes Kewitz erfolgte im Jahr 1316. Bis ins Jahr 1620 wurden beide Dörfer von kleinen Adligen und der Stadt Slaný besessen. Nach der Schlacht am Weißen Berg verblieben sie im Besitz der Herrschaft Smečno. In der Gegenwart wurde hier der Weinbau erneuert.

PŘELÍC - PSCHELIETZ
Das Dorf wurde Anfang des 14. Jahrhunderts erstmals aufgeführt. Es befindet sich im Naturpark Džbán. Die St. Peter und Paulkirche wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Bis zur heutigen Zeit blieben einige Fragmente des romanischen Stils und frühgotische Elemente an ihrem Gebäude erhalten. Links neben der Kirche steht ein sechsseitiger Holzglockenturm mit steinernem Sockel. Dann nehmen wir den Weg Richtung Ledce zur Ortschaft Šternberk.

LEDCE – ŠTERNBERK - LEDETZ- STERNBERG
Zum Dorf Ledce gehört auch der ehemalige Kurort Šternberk. An seiner Stelle befanden sich das Dorf und die Feste Bílý Újezdec (Weiß-Aujestetz). Der Kurort in Šternberk wurde während der Jahre 1800-1801 auf Veranlassung der Gräfin Anna von Clam-Martinic gegründet. Der Kurort bewirtete z.B. Josef Jungmann oder Karel Havlíček Borovský, an den uns die Gedenktafel am Badhaus erinnert. Von Slaný über Studeněves (Brunnendorf) nach Přelíc führte die Schmalspurbahn. In der Gegenwart sind nur ihre bescheidenen Fragmente zu sehen. Von Šternberk führt uns unser Weg an der Dr. Prokeš Quelle vorbei. Wir kommen zum Schlossgarten und meiden das Freilichttheater in Lištice, in dem im Sommer Konzerte veranstaltet werden. Sehenswert ist auch das militärische Freilichtmuseum mit kleiner Festung aus den Jahren 1935–1939 und Ausstellung der militärischen Technik, Bewaffnung und Ausrüstung. Hinter dem Freilichtmuseum biegen wir nach links ab und folgen dem Weg nach Smečno.

SMEČNO – SMETSCHNO (MUNZIFAY)
Die Geschichte der Feste in Smečno reicht bis Anfang des 13. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 1418 kaufte sie Markvart von Martinic. Sein Sohn Bořita ließ die Feste in ein Schloss umbauen. Smečno verblieb bis ins Jahr 1921 hinein im Besitz der Familie von Martinic und Clam-Martinic. Einen weiteren Bestandteil des Schlosses bildet die Annakapelle. Hier findet jedes Jahr stets um den Anna-Tag (am 26. Juli) die Annakirchweih statt. Heute dient das Schloss als Pflegeheim und ist der Öffentlichkeit unzugänglich. Es lohnt sich aber seinen ausgedehnten Schlosspark, der mit vielen Statuen und einer Sala Terrena aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts verziert ist, zu besichtigen. Den Weg zum Schloss schmücken zwei Obelisken aus derselben Zeit. Platzers Statuengruppe Hlgst. Dreifaltigkeit vor dem Schloss stammt aus dem Jahr 1744. Die Kirche Hlgst. Dreifaltigkeit wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. In die Außenmauern der Kirche sind die Grabsteine der hiesigen Adeligen eingelassen. Gegenüber der Kirche steht das Renaissancegebäude des Dekanats, das am Ende des 16. Jahrhunderts ausgebaut wurde. Die Donatusstatue daneben hatte ihren ursprünglichen Platz in den Feldern unweit von Smečno. Der steinerne Obelisk mit dem Kreuz vor der Schule datiert ins Jahr 1607. Die Statue des Hl. Georg auf dem Platz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach dem Spaziergang durch Smečno können wir den Rückweg nach Slaný zu Fuß oder mit dem Bus einschlagen oder uns an eine weitere Route anschließen lassen.
In Slaný neben der Hauptstraße in Richtung Smečno linker Hand, gegenüber der
Franz- Mühle, biegen wir zur Grabeskapelle (1664) ab. Wir folgen dem aufsteigenden Weg zwischen den Gärten bis zum Kreuz. Dort biegen wir nach rechts ein und gelangen auf einen leicht aufsteigenden Waldweg, der direkt zur Kapelle führt.

Slaný – Kvíček 1,5 km
Kvíček – Kvíc 1,5 km
Kvíc – Přelíc 1,5 km
Přelíc – Ledce/Šternberk 3 km
Ledce/Šternberk – Smečno 4 km
Smečno – Slaný 6 km

Gesamtlänge: 17,5 km.
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.


3. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Slaný – Hrdlív – Třebichovice – Saky – Netovice – Slaný

Schlan – Herdliw – Trebichowitz – Sak – Nettowitz - Schlan

Die Route beginnt am Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159). Wir nehmen die Masnokrámská-Straße in Richtung Komenský-Platz und passieren die Fortenská- und Záfortenská Straße. Die Smečenská-Straße führt uns aus der Stadt hinaus bis zur Kreuzung Richtung Hrdlív.
Hier können wir einen kleinen Abstecher zur Grabeskapelle machen.

BOŽÍ HROB – DAS GOTTESGRAB
Wir folgen dem aufsteigenden Teerweg gegenüber der Bushaltestelle Smečenská-Straße, zwischen den Gärten bis zum Kreuz. Dort biegen wir nach rechts ein und gelangen auf einen leicht aufsteigenden Waldweg, der direkt zur Kapelle führt. Die Grabeskapelle steht auf einer Anhöhe im südlichen Teil der Stadt. Die Kapelle wurde nach dem Vorbild des heiligen Grabes in Jerusalem vom Grafen Bernard Ignác von Martinic im Jahr 1665 nach seiner Heimkehr aus Jerusalem ausgebaut. Seit undenklichen Zeiten war die Grabeskirche in der Altstadt Jerusalems das Ziel der Pilger. Davon zeugen nicht nur alte Aufzeichnungen über ihre Reisen, sondern auch verschiedene künstlerische Gegenstände. Die Abbildung des Gottesgrabes begegnet uns auf Reliefen, Elfenbeinplatten oder Ampullen, in denen Pilger geweihtes Wasser oder Öl aus dem Heiligen Land mitbrachten.
Die Architektur erfuhr viel Änderungen, Zerstörungen und folgende Umgestaltungen. Die berühmte Gravierung von Erhard Reuwich aus dem Jahr 1483 stellt die Kapelle in ihrer frühmittelalterlichen Form dar. In diesem Zustand blieb sie bis zum Brand im Jahr 1808 erhalten, dann wurde sie niedergerissen und neu ausgebaut. Die Kapelle in Slaný hat einen polygonalen Kern und ihre Stirnseite ist durch eine Blendarkade gegliedert, die von Säulen verschiedener Art gestützt wird. Die Kuppel mit glockenförmigem Dach kopiert die polygonale Form der Kapelle. Wenn wir in den inneren Raum der sog. Engelskapelle eintreten, sehen wir auf dem Boden einen Quaderstein - ein Symbol des vom Grab weg gewälzten Steines. Auf der nördlichen Seite der Gruft befindet sich eine Steinplatte, auf der der tote Leib Jesu lag. Dieses Denkmal gilt als das älteste seiner Art in Tschechien. Es handelt sich um einen barocken Kirchenbau.

HRDLÍV - HERDLIW
Der Name des Dorfes Hrdlív (früher auch Hrdlejov, Hrdlov, Hrliw) erweckt einen Eindruck, dass er vom Wort Hrdlo (Kehle) abgeleitet werden könnte. Es geht die Sage um, dass im Wald zwischen Hrdlív und Smečno, an dem Ort, der Šibenice (Galgen) genannt wird, ein Richtplatz war, wo die Verurteilten enthauptet wurden. Der Historiker Dr. Rudolf Koller bestreitet diesen Zusammenhang mit dem peinlichen Recht des Dorfes Smečno. Der Ortsname scheint eher vom männlichen Namen Hrdlej oder Hrlej abgeleitet. Schriftlich erwähnt wurde das Dorf erstmals am 28. Juni 1316. So wurde auch sein Herrscher Michal von Hyrlew aufgeführt. Bis ins 15. Jahrhundert war Hrdlív zur Herrschaft Smečno (den Herren von Martinic, resp. von Clam-Martinic) zugehörig. Das heutige Gemeindewappen ist seinem Familienwappen entlehnt. Seit der Errichtung der Bezirkshauptmannschaft Schlan im 19. Jahrhundert war Hrdlív der benachbarten Gemeinde Třebichovice bis ins Jahr 1906 zugehörig. In Hrdlív wuchs eine seltene und interessante Sorte der wilden Rose mit gelben Blüten. Sie wurde in 50. Jahren des 19. Jahrhunderts im Dorf vom Historiker Dr. Rudolf Koller gefunden. Die Rose ist auch auf dem Gemeindewappen abgebildet. Der Gemeinde gelang es, die Tradition dieser wertvollen Pflanze zu erneuern. Im Jahr 2006, anlässlich des Gemeindefestes zum 100. Jahrestag der Selbstständigkeit und aus Anlass des 690. Jahrestags der erstmaligen Erwähnung des Ortsnamens Hrdlív, wurde diese Rose im Dorf wieder ausgepflanzt.
Im Dezember findet der traditionelle Wettbewerb um das beste Sauerkraut statt.

TŘEBICHOVICE – TREBICHOVITZ
Das Dorf Třebichovice liegt am Fuß des Winarschitzer Berges (Vinařická hora). Die erste schriftliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1324. Im Ort dominiert ein Schornstein, als Relikt der seinerzeit modernen runden Ziegelfabrik, die nach dem 1. Weltkrieg anstelle von fünf ursprünglichen Handziegeleien ausgebaut wurde. Sie war bis 1979 in Betrieb. Die verlassene Ziegelfabrik wurde auseinander genommen. Im Steinbruch am Winarschitzer Berg wurde Basalt gefördert und im hiesigen Kieswerk weiter bearbeitet. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Steinbruch außer Betrieb gesetzt. Auf dem Weg nach Slaný biegen wir in der ersten scharfen Kurve oberhalb des Dorfes nach rechts ein und folgen dem Weg Richtung Saky. Nach etwa 300 m gelangen wir rechter Hand zur Paninský Mühle. Gegenüber dem Weg zur Mühle im dichten Anfliegbestand stand eine Passionssäule. An die Mühle knüpft eine Sage „Von der Paninský Mühle“ an.

SAKY - SAK
Das Dorf wurde 1382 erstmals schriftlich erwähnt. Im Dorf steht die viereckige Barockkapelle mit dem Glockenturm aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von dort aus schlagen wir den Weg über Pchery (Pecher), Jemníky (Jemnik) nach Netovice (Netowitz) ein.

NETOVICE - NETTOWITZ
Die archäologischen Funde aus dem 19. Jahrhundert weisen auf eine altertümliche Besiedlung im Bereich des Dorfes und seiner Umgebung hin. Die erste Nachricht über das Dorf stammt aus der Hälfte des 11. Jahrhunderts. Auf dem Weg nach Slaný in der Kurve an der Abbiegung zu den Gärten steht ein interessanter Sandstein. Angeblich handelt es sich um einen Sühnestein ohne Verzierung oder Inschrift.

Auf dem Plateau zwischen Slaný und Netovice können wir linker Hand den Flughafen Slaný mit dem Denkmal für die gefallenen amerikanischen Flieger besichtigen. Am 2. März 1945 starteten 1232 Bomber der 8. US-Luftflotte USA AF, begleitet von 774 Jagdflugzeugen. Sie nahmen den Kurs auf Deutschland, mit dem Ziel seine Treibstoffindustrie zu zerstören. Zur Abwehr starteten etwa 200 deutsche Flugzeuge des IX. Fliegerkorps. Der Luftkampf spielte sich über Sachsen und sporadisch auch über Böhmen ab. Am Samstag den 28. September 1996 fand die Enthüllung des Denkmals für acht gefallene amerikanische Flieger, die am 2. März 1945 über Slaný im Bomber B-17G Flying Fortress abgeschossen wurden, auf dem Flugplatz des Aeroklubs in Slaný statt. Von der Flugzeugbesatzung überlebte nur ein einziger.

SLANÝ - SCHLAN
Auf dem Weg zur Stadt meiden wir rechter Hand das Speedway-Stadion. Der Moto Club Slaný wurde am 1. 12. 1922 gegründet. Die Idee, in Slaný ein Speedway-Stadion zu errichten, geht auf die Jahre 1948-1949 zurück. Mit dem Rennen wurde am 13. 8. 1950 begonnen. Dieser Sport ist in Slaný hoch geachtet und seine Funktionäre waren immer sehr progressiv. Davon zeugt auch die Installation der künstlichen Beleuchtung im Stadion im Jahr 1954. Am 26. Mai fand das erste Rennen unter künstlicher Beleuchtung in der ehemaligen Tschechoslowakei statt. Mit dem Bau der Tribüne wurde im Jahr 1984 begonnen und im Jahr 1988 wurde sie fertig gebaut.
Hinter dem Bahnübergang sehen wir rechter Hand das Gebäude des alten Schlachthofs.


PALABA
Die bekannte Fabrik für elektrische Zellen und Batterien gehört zu den jüngeren Betrieben in der Stadt. Aber diese ursprünglich kleine Fabrik verzeichnete bald ein schnelles Wachstum. Ihrerzeit konnte man sie mit dem Wirtschaftswunder von Tomas Baťa vergleichen. Die derzeit moderne Fabrik wurde von Jaroslav Pála gegründet. Anfang Oktober 1925 wurde sie in Betrieb gesetzt. Das große Wachstum der Produktion überstieg alle Erwartungen und erforderte die Erweiterung des Betriebs, der weiter die Marke PALABA Slaný trug und bis 800 Arbeiter beschäftigte. Nach der Verstaatlichung im Jahre 1946 trug der Betrieb einen neuen Namen Bateria.
Zwischen den Häuserblöcken führt uns der Weg in die Prager Vorstadt, wo unser Spaziergang endet.

Slaný – Hrdlív 5 km
Hrdlív – Třebichovice 2 km
Třebichovice – Saky 2 km
Saky – Netovice 7 km
Netovice – Slaný 3,5 km

Gesamtlänge: 19,5 km
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.


4. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Slaný – Byseň – Libovice – Pozdeň – Líský – Hřešice – Srbeč – Milý – Bdín – Kalivody – Řevničov – Třtice

Schlan – Bisen – Libowitz – Posden – Haselwald – Reschnitz - Serbetsch – Millai – Wacht – Trübwasser– Rentsch - Rohrbusch


Die Route startet vom Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159). Von hier aus nehmen wir den Weg durch die Hus- und Třebízský-Straße. Wir gehen die Straße Nr. 16 Richtung Řevničov und biegen nach rechts auf die Straße Nr. 23628 Richtung Byseň ein.

BYSEŇ - BISEN
Die archäologischen Funde oberhalb des Dorfes in der Richtung Lotouš (Lotaus) sind der altertümlichen Besiedlung zuzuweisen. Das Dorf wurde im Jahr 1316 erstmals schriftlich aufgeführt. Einziges Denkmal ist die Kapelle aus dem Jahr 1860. Die Fragmente der mittelalterlichen Feste blieben nicht erhalten.

LIBOVICE - LIBOWITZ
Die ersten Erwähnungen erfolgten in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde das Dorf zwischen hiesigen niedrigen Adligen geteilt. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde das Dorf der Herrschaft Smečno angegliedert. Bei der Ankunft in Byseň sehen wir ein steinernes Kreuz. Auf dem Dorfplatz steht die barocke Kapelle aus dem 18. Jahrhundert. Die Straße nach Jedomělice (Jedomielitz) führt durch ein Tal, das von Wäldern gesäumt wird. Kejkol, oder Na Kejkolu, wie der Waldbestand genannt wird, ist sehr beliebt bei Pilzsammlern. Über Jedomělice kommen wir nach Pozdeň. Die Gemeinden Pozdeň, Hřešice, Srbeč, Bdín (Posden, Reschnitz, Serbetsch
Wacht) erstrecken sich im Tal, durch das der Serbetscher Bach (Srbečský potok) und von Hřešice (Reschnitz) der Posdener Bach (Pozdeňský potok) fließen. Die Dörfer sind von gemischten Wäldern umgeben.

POZDEŇ - POSDEN
Die Gemeinde Pozdeň wurde 1273 und 1296 erstmals schriftlich aufgeführt. Die Kirche St. Johannes Enthauptung wurde laut der Jahreszahl, die über dem Triumphbogen erhalten blieb, im Jahr 1289 ausgebaut. Sie wurde auf Veranlassung des Dorfbesitzers Plicht von Zierotin errichtet. Die barocke Umgestaltung der Kirche in die heutige Form erfolgte im Jahr 1858. Ihr Erbauer war Václav Štrajbl von Vraný (Wrana). Der Hauptaltar stammt aus dem Jahr 1772, aber bis ins Jahr 1879 hatte er seinen ursprünglichen Platz im St.-Veits-Dom in Prag. In der Innenausstattung der Kirche überwiegt der Rokokostil. Die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk auf dem Dorfplatz stammt aus dem Jahr 1746.

LÍSKÝ - HASELWALD
Das Dorf wurde im Jahr 1300 erstmals erwähnt und die Ersterwähnung der Gemeinde reicht ins Jahr 1616 zurück. Der Ortsname scheint vom Wort „Hasel“ abgeleitet. Líský liegt am Fuß des Weißthurner Waldes (Třebízský les). Die Wälder blieben oberhalb der Ortschaft Milý erhalten und bilden den sog. „Bor“ (Kiefernwald). Ein interessanter Ort oberhalb des Dorfes ist der Waldbrunnen Královská (oder auch Královka - Königsbrunnen). Der Waldbrunnen ist in seiner Umgebung sehr bekannt, vor allem durch die Sage von der Königin Elisabeth Přemyslovna. Der Königin, die auf der Flucht vor ihrem Ehemann Johann von Luxemburg nach Bayern war, erschien ein alter Einsiedler. Sie vertraute ihm den Schlüssel von der böhmischen Krone an. Nach ihrer Heimkehr nach Böhmen tauchte der Schlüssel in Třebíz (Weißthurn) auf. Den Waldbrunnen finden wir im Birkenwald hinter dem Dorf Líský in der Richtung Bílichov (Bilichau). Er bietet Sicht ins kristallklare Wasser und man sitzt hier gemütlich. Seine Inschrift sagt: „Diese Quelle bleibt erhalten, solange die Tschechen in Tschechien leben.“

HŘEŠICE - RESCHNITZ
(früher auch Řečice oder Řešice)
Das Dorf liegt auf dem Weg nach Srbeč. Es wurde im Jahr 1266 erstmals aufgeführt, weitere Nachricht datiert aus dem Jahr 1362. Im 14. Jahrhundert stand in Hřešice eine Feste, die mit dem Dorf Petřík von Hostivař (Hostiwar) erwarb. Im 15. Jahrhundert ging sie zugrunde. Ferdinand Velc führte an, dass zu der Feste auch eine Brauerei gehörte, deren Kellerruinen sich im Haus Nr. 12 befinden. Die Dorfkapelle und die Passionssäule bei der Ausfahrt aus dem Dorf in der Richtung Srbeč sind ohne die Jahreszahl. Hinter dem Dorf ist der Babický Teich. Die Dörfer Hřešice und Srbeč sind 3 km voneinander entfernt. Auf dieser Strecke kommen wir an weiteren Teichen vorbei – an Teichen Dubový und Spálený. Die Straße führt uns nach Srbeč.

SRBEČ -SERBETSCH
Das Dorf wurde im Jahr 1227 erstmals erwähnt. Die Kirche ist dem „Hl. Jakobus dem Älteren“ geweiht und ist hier seit dem Jahr 1350 bekannt. Dieser ursprünglich gotische Bau wurde in den Jahren 1877-1880 umgebaut. Der Kirchenturm stammt angeblich aus dem 16. Jahrhundert. In der Kirche finden wir zwei Grabsteine mit Wappen von Jetřich Reichl von Reich aus dem Jahre 1575 und von Adam Hruška von Březno (Priesen) aus dem Jahre 1581, die das Dorf, die Feste und umliegende Landgüter besaßen.
Von Srbeč können wir der Straße nach Mšec folgen. Oberhalb des Dorfes meiden wir die renovierte barocke Nischenkapelle. Nach 200 m von ihr biegen wir nach rechts ein und nehmen den aufsteigenden Weg zum Wallfahrtsort mit der Kirche Hlgst. Dreifaltigkeit. Ursprünglich handelte es sich um eine Kapelle, die schon am Ende des 16. Jahrhunderts schriftlich erwähnt wurde, als damals Matyáš Štampach von Štampach, Herr von Mšec bei ihr eine Klause für einen Einsiedelei ausbauen ließ. Um das Jahr 1700 wurde die Kapelle in eine Barockkirche umgestaltet. Ihr letzter Umbau erfolgte im Jahr 1896.

MILÝ - MILLAI
Milý entstand unter der Regierung des Königs Georg von Podiebrad. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1381. Der hiesige kleine Dorfplatz ist von Bauernhöfen umgeben. Sie wurden zum vorletzten Jahrhundertwechsel - also um 1900 ausgebaut. Besonders erhalten blieb der nördliche Teil des Dorfplatzes. Einige Häuser haben die ursprünglichen Fassaden. Außerordentlich komplex sind auch Relikte der Wirtschaftsgebäude, die auf fast allen Bauernhöfen erhalten blieben. Es handelt sich vor allem um Hopfendarren und Scheunen. Die jüngeren Häuser und Hütten stammen aus der ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die Gestaltung des Dorfplatzes ist auch von hiesiger St. Michaelkapelle aus dem Jahre 1736 geprägt. Die Jahre 1854-1869 waren die Zeit der größten Bautätigkeit, dem entspricht auch die erhöhte Bewohnerzahl zu derselben Zeit. Mit dem Unterricht wurde in hiesiger Schule im Jahr 1869 im Haus Nr. 19 begonnen. Im Jahr 1908 erfolgte die Kollaudierung der neuen Schule, die zum Kultur- und Bildungszentrum des Dorfes wurde. Im Jahr 1917 begann der Kohlenabbau. Im Jahr 1924 wurde der Ortsname von Milé in Milá geändert.
Im Jahr 1961 musste die Schule geschlossen werden und die Kinder begannen die Schule in Mšec und Srbeč zu besuchen. Im Jahr 1990 wurde Milý eine selbstständige Gemeinde und damit unabhängig von Srbeč. Der Weg führt uns jetzt durch Bdín nach Kalivody.

KALIVODY- TRÜBWASSER
Im Dorf befindet sich ein Holzhaus aus dem 18. Jahrhundert. Auf dem Dorfplatz vor dem Haus Nr. 6 steht die Barockkapelle. Auf dem Weg zum Teich Poboř sehen wir ein steinernes Kreuz aus dem Jahr 1867. Westlich des Dorfes erstreckt sich die europäisch bedeutsame Lokalität Kalivody – ein Komplex von drei Teichen und Feuchtwiesen mit wertvoller Fauna.

ŘEVNIČOV - RENTSCH
Das Dorf liegt südwestlich von Slaný. Die Siedlungsfunde dokumentieren, dass seine Umgebung bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war. Am 4. 11. 1325 erhielt das Dorf vom König Johann von Luxemburg seine Gründungsurkunde. Das Dorf entstand an der Kreuzung des berühmten Wegs nach Erfurt mit dem Weg von Dřevíč (Drewitz) nach Křivoklát (Pürglitz). Mitten im Dorf steht die St. Peter und Paulkirche, die schon im Jahr 1352 erwähnt wurde.
Im 18. Jahrhundert erfolgten der barocke Umbau und weitere Erweiterung der Kirche. Die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk neben der Kirche stammt aus dem Jahr 1784. Am Teich vor der Kirche wurde die Annakapelle ausgebaut. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1830 zurück. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Hügel Louštín (537 m. ü. m.), wo die Reste der mittelalterlichen Burg aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts gefunden wurden. Im Jahre 1506 wurde sie als verlassen aufgeführt. Von der Burg blieben nur Spuren von Wällen und Gräben erhalten. Ihr Stein wurde beim Bau des Max-Wildparks benutzt. Vom Hügel aus können wir eine herrliche Aussicht in die malerische Umgebung genießen und die Sagen erzählen, dass von der Eiche, die auf dem Gipfel stand, die Türme des Prager Hradschins sichtbar waren.

TŘTICE - ROHRBUSCH
Die Lage des Dorfes ist sehr interessant. Das Dorf kuschelt sich zwischen den Hügeln Kopanina, Žalý und Barbora, hinter dem Streifen der Teiche, die der Bach Kačák verbindet. Hier befindet sich auch das Torfmoor. Die älteste Besiedlung reicht bis in die Jungsteinzeit. Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes mit der Feste stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Jahr 1352 wurde das Dorf der Burg Křivoklát (Pürglitz) unterstellt. Die ursprünglich gotische Kirche war angeblich dem Heiligen Wenzel geweiht, worauf uns die Inschrift auf dem Stein hinter dem Presbyterium innerhalb der heutigen St. Nikolauskirche hinweißt. Im 2. Viertel des 18. Jahrhunderts erfolgte ein umfangreicher barocker Umbau der St. Nikolauskirche nach Entwurf des Architekten Fr. I. Prée. Der Bau ist einschiffig mit Tonnengewölbe und Lünetten. Das viereckige Presbyterium hat ein flaches Dach. In der Zwiebelkuppel der Kirche blieb nur eine einzige von den ursprünglichen vieren Glocken erhalten – die Glocke Hl. Dreifaltigkeit, die vom Meister Flemmik im Jahr 1607 in der Rakonitzer (in Rakovník) Glockenwerkstatt gegossen wurde. Das Denkmal für 27 gefallene Soldaten des 1. Weltkriegs wurde am 21. Mai 1923 neben der Linde der Freiheit enthüllt. Die Linde wurde am 3. November 1918 gepflanzt. Der Schöpfer des Denkmals war der Bildhauer Toupalík von Mšec (Kornhaus). Das Denkmal wurde später noch erweitert, und zwar um eine weiße Marmorplatte mit Namen der Gefallenen und Gemarterten des 2. Weltkriegs. Im Dorf wurde schon im Jahr 1776 unterrichtet. Die neue Schule wurde im Jahr 1826 (das Haus Nr.80) ausgebaut. Mit dem Bau der weiteren wurde während des 2. Weltkriegs begonnen und im September 1940 wurde sie geöffnet. Nachdem die Bevölkerungszahl zurückging, wurde die Schule im Jahr 1978 geschlossen. Das Schulgebäude (das Haus Nr. 80) wurde im Jahr 2002 zum Gemeindeamt umgestaltet.
Der Teich Bucek mit einer Fläche von 25,7 ha ist der zweite größte Teich in dieser Region. Sein Alter entspricht dem der Bäume, die ihn umgeben. Die Eichen auf dem Teichdamm sind mindestens 400 Jahre alt. An den Teich schließt sich die Kaskade von weiteren Teichen am Bach Kačák unterhalb der Wälder an. Der Ort ist für Zelten, Camping und Radtouristik geeignet. Von hier aus nehmen wir den Weg nach Mšec (Kornhaus), das ein Bestandteil der Route Nr. 5 ist.

Slaný – Byseň 4 km
Byseň – Libovice 1,5 km
Libovice – Jedomělice 3,5 km
Jedomělice – Pozdeň 3,5 km
Pozdeň – Líský 2 km
Líský – Pozdeň 2 km
Pozdeň – Hřešice 1,5 km
Hřešice – Srbeč 3 km
Srbeč – Milý 2,5 km
Milý – Srbeč 2,5 km
Srbeč – Bdín 2,5 km
Bdín – Přerubenice 1 km
Přerubenice – Kalivody 1,5 km
Kalivody – Řevničov 6,5 km
Řevničov – Třtice 4,5 km
Třtice – Mšec 4 km

Gesamtlänge: 46 km
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.


5. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Slaný – Studeněves – Řisuty – Drnek – Mšec – Slaný

Schlan – Brunnendorf – Risut – Rasen – Kornhaus – Schlan

Unsere Wanderung startet wieder direkt am Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159). Wir passieren die Hus-Straße, folgen der Wilson-Straße, dann gehen wir über die Lacinova-Straße an der Mehrzweckhalle vorbei Richtung Studeněves.

STUDENĚVES - BRUNNENDORF
Die archäologischen Funde aus dem Jahr 1893 beweisen, dass die Gegend schon in der Urzeit besiedelt war. Beim Bau des Ziegelofens in der Clam-Martinic Ziegelfabrik fanden die Arbeiter in einer Tiefe von 4 m die Fragmente aus dem Quartär – Tongefäß, Scherben von größeren Gefäßen, Tier- und Menschenknochen. Das Dorf wurde im Jahr 1372 erstmals schriftlich erwähnt. Besonders bedeutsam war die Entdeckung der Kohle in der Umgebung des Dorfes in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die wichtigste Grube des hiesigen Reviers war die Grube Louisa. Der Abbau endete hier am 2. April 1904. Nach dem Bericht aus dem Jahr 1887 standen hier ein Pflughof und eine Zuckerfabrik, die zusammen mit den Steinkohlegruben im Besitz des Grafen Jindřich von Clam-Martinic verblieben. Im Jahr 1904 waren die Zuckerfabrik und die Dampfmühle in Betrieb. Die ursprüngliche Feste stand anstelle des Getreidespeichers und weiterer Wirtschaftsgebäude des Pflughofes.
Von Slaný über Studeněves und Přelíc (Pschelietz) führte nach Šternberk (Sternberg) und Smečno (Smetschno) die Schmalspurbahn. In der Gegenwart sind nur ihre bescheidenen Fragmente zu sehen.

ŘISUTY - RISUT
Am Standort „Na Kopcích“ wurden die Hockergräber der Aunjetitzer Kultur freigelegt. Diese Funde bestätigten prähistorische Besiedlung des Dorfes. Seine Ersterwähnung geht auf das Jahr 1316 zurück. Die Kirche des Heiligen Jakobus des Älteren war im gotischen Stil ausgebaut. Der spätere barocke Umbau erfolgte im 18. Jahrhundert. Vor der Kirche steht der barocke Holzglockenturm mit steinernem Sockel.
Das Haus Nr. 14 ist ein interessantes Beispiel des barocken Bauernhofs in dieser Region. An das Dorf knüpfen sich die Sagen „Alena von Risut“ und „Sage von der Burg Risut“.
Wir nehmen den Weg über Malíkovice (Malkowitz) Richtung Drnek.

DRNEK - RASEN
Der Gründung des Dorfes ging der Ausbau vom größten Wirtschaftshof der Herrschaft Smečno (Smetschno) - Hof Martinice (Martinitz) voraus. Der Graf Adolf Bernard von Martinic gründete im Jahr 1726 in der Nähe des Hofs zwei neue Ortschaften – Nová Studnice (Neubrunn) und Drnek. Im Jahr 1759 wurde im Dorf die erste Schmiedewerkstatt geöffnet. Im Jahr 1841 wurden beide Ortschaften der Gemeinde Malíkovice (Malkowitz) unterstellt. Im Jahr 1924 wurde Drnek eine selbstständige Gemeinde.

Vom Jagdpavillon bei Drnek (Rasen)
Im Jahr 1902 ließ der Graf Jindřich Clam-Martinic bei Drnek im unteren Teil des verschwundenen Dorfes Svídná einen Jagdpavillon ausbauen, der dem Grafen und seinem Gefolge nach dem Jagd, als Ort der Labung und Erholung diente. Das verschwundene Dorf Svídná befand sich unweit von Drnek.

Das verschwundene Dorf
In der Schrift „Soupis památek historických a uměleckých v politickém okresu Slánském“ (Liste der historischen und künstlerischen Denkmäler im politischen Bezirk Schlan) erwähnt Ferdinand Velc „ein verschwundenes Dorf, das 1,5 km westlich von Malíkovice lag, oben im Wald, das Svídná genannt wird.“ Das Dorf Svídná wurde schon im Jahr 1373 schriftlich belegt. Wann und warum das Dorf verlassen wurde, weißen wir nicht. Vom Dorf Svídná wurde jahrelang geschwiegen und vielleicht nur die Sage von der Entstehung der Kirche in Malíkovice erinnerte sich daran. Die Leute kannten den Wald und die Quelle „Zámecké víno (Schlosswein)“. In den 60. Jahren des 20. Jahrhunderts wurde auf Veranlassung des Archäologen PhDr. Zdeněk Smetanka mit der Forschung des verschwundenen Dorfes begonnen. Das Dorf wurde lokalisiert und freigelegt. Nachdem die Dokumentation des Fundortes vorgenommen wurde, wurden die Restruinen der Häuser wieder mit Erde zugeschüttet und die Fundstelle in den ursprünglichen Zustand gebracht.

Der Hof Martinice (Martinitz)
Den Hof Martinice ließ der Graf von Smečno Jiří Adam Bořita von Martinic im Jahr 1711 ausgebaut.

Das verschwundene Dorf mit der Feste Humniště
Der Hof Martinice wurde ungefähr anstelle des Dorfes Humniště ausgebaut. August Sedláček schreibt in seinem Buch „Hrady, zámky a tvrze královstí českého (Burgen, Schlösser und Vesten des Königreichs Böhmen)“ folgendes: „Der Hof stand auf einer Hügelzunge, die auf drei Seiten von tiefen Waldtälern umschlossen war. Am Ende der Hügelzunge stand eine Feste, die von allen Seiten durch einen breiten Graben geschützt war. Die Feste war viereckig und von einer mächtigen Festungsmauer mit zwei Basteien an ihren Ecken umschlossen. Auf der östlichen Seite stand eine im Grundriss rechteckige türmige Bewohnung. So war es vor vielen Jahren, heute ist alles ganz zerstört, kein Stein blieb auf dem anderen, zumal dieser hier zweifellos abgebaut wurde.“
Zwischen der Hügelzunge mit der Feste, die Staré hrady (Alt-Burgen) genannt wurde, und jetzigem Hof befand sich das Dorf Humniště. Vom Hof Martinice ist es nicht weit zur Straße von Mšec nach Slaný, zur Bushaltestelle beim Forsthaus Ostroh. Von hier aus nehmen wir den Weg nach Mšec.

MŠEC - KORNHAUS
Die tschechische Benennung des Dorfes Mšec befindet sich im Bericht über den bekannten Wladika Dcheř von Mšec (1316-1318). Das Pfarrhaus in Mšec wurde schon im Jahr 1352 erwähnt. In derselben Zeit stand hier schon vermutlich auch die St. Katharinakirche. Das Schloss wurde um die Jahrhundertwende (16./17. Jh.) anstelle der ursprünglichen mittelalterlichen Feste ausgebaut. Im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts wurde das Schloss mehrfach umgebaut. Die barocke St. Katharinakirche wurde im Jahr 1780 anstelle der ursprünglichen Kirche aus dem Jahr 1352 erbaut. Das Pfarrhaus stammt ebenfalls aus dem Jahr 1780. Sehenswert ist auch das Haus Nr. 51 „U Kněžáků“ mit Statuen des Hl. Johannes von Nepomuk und des Hl. Joseph, die in zwei Nischen stehen. In der Nischenkapelle vor der Kirche fehlt die Statue des Hl. Wenzel.

Slaný – Studeněves 3,5 km
Studeněves – Řisuty 3 km
Řisuty – Drnek 4,5 km
Drnek – Mšec 6,5 km
Mšec – Slaný 14,5 km

Gesamtlänge: 32 km
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.


6/1 Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný –
Das historische Stadtzentrum

Der Masaryk-Platz (mit einer Fläche von 1 ha 35 a und 13 m²) bildet historisches Zentrum und lebendiges Herz der Stadt Slaný. Der Platz erlebte hunderte von christlichen und profanen Festen, empfing die Volksmengen während der Kundgebungen und an großen Tagen der Geschichte der Stadt und des Volkes hallte ein Jubel durch ihn.
Er war Schauplatz vieler prächtiger Adels- und Königsbesuche und Zeuge der Zusammenrottungen der verschiedenen Armeekorps und Delegationen der Partnerstädte. Im Jahr 1425 beleuchteten ihn die Brandhaufen der Fleischereien, auf denen die hussitischen Taboriten nach einer langen Belagerung der Stadt viele ihre Verteidiger verbrannten.

Inmitten des Platzes stand der Pranger und weitere Instrumente damaliger Justiz (Breche, Korb und Kreis mit Ketten). Die höchste Strafe wurde auf dem für diesen Zweck ausgebauten Richtplatz mit dem Schwert exekutiert. Die letzte öffentliche Hinrichtung fand am 1. September 1656 statt. Im Jahr 1681 wurde auf dem Platz eine neue Pestsäule der Hl. Dreifaltigkeit aufgerichtet. Im Jahr 1920 wurde sie aber niedergerissen und vernichtet. Der ursprüngliche runde Brunnen aus dem Jahr 1529 wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts umgebaut. Der neue Brunnen wurde hier erst im Jahr 1825 ausgebaut. Seine heutige Gestaltung erhielt der Brunnen im Jahr 1873 vom Bildhauer Wurzel. Im Jahr 2006 erfolgte seine umfangreiche Renovierung. Drei Kreuze aus Basaltsteinen erinnern uns an Orte und Ereignisse aus dem April 1425. Damals während der hussitischen Exzesse wurden Bürgermeister, Schöffe und Verteidiger der Stadt verbrannt. Die Statue unseres ersten Präsidenten Masaryk wurde auf dem Platz in Slaný am 28. Oktober 2000 enthüllt. Die Statue stammt aus der Werkstatt der Bildhauer Miroslav Pangrác und František Radvan und des Erzgießers Petr Dvořák.

Die Erzählung von Häusern, die der Platz umrahmen, beginnen wir in seinem westlichen Teil. Das Eckhaus Nr. 110 gehörte der Wappenfamilie Novodomsky von Šimberk. Am Haus sehen wir einen Erker mit Reliefen, auf denen berühmte Persönlichkeiten der tschechischen Geschichte abgebildet sind, z.B. Jan Žižka, Jan Hus, Karl IV. Im Nachbarhaus Nr. 111 lebte in den Jahren 1872-1873 der Dichter und Schriftsteller Svatopluk Čech. Er schrieb hier das Gedicht Adamiten. Anstelle des Hauses Nr. 114 standen im Mittelalter zwei Häuser, die niedergerissen wurden. An ihrer Stelle wurde das Gebäude des Kreisamts ausgebaut. Im Jahr 2000 wurde das verkommene Haus von der Stadt aufgekauft und seine neuen Besitzer ließen das Gebäude im Jahr 2002 in eine repräsentative Unterkunfts-, Restaurant- und Kultureinrichtung umbauen.

Wir queren die Dominik-Kinský-Straße und am Haus Nr. 135 mit einer altertümlichen Apotheke „U Orla“ (Zum Adler) vorbei setzen wir zum Haus Nr. 136 fort. Das Gebäude des Stadtamts steht anstelle zweier mittelalterlichen Häuser. Das Haus vorne hatte als einziges einen Bogengang. In den Jahren 1873-1948 hatte hier ihren Sitz die Vorschusskasse. Im April 1950 wurde das Gebäude vom Stadtamt erworben. Der hintere Trakt des Stadtamts schließt ans Welwarner Tor (Velvarská brána) an (das Haus Nr. 137), resp. an den gotischen Turm des ursprünglichen Doppeltors, das anstelle des alten Tors in den Jahren 1460-1463 ausgebaut wurde. Der Torturm hat eine Höhe von 38 m. Die Ausstellung in seinen Räumen präsentiert und dokumentiert die Fortifikation der Stadt.

Das Haus Nr. 138 wird mit einer Sonnenuhr verziert. Anstelle des heutigen Hauses Nr. 1004 standen zwei mittelalterliche Häuser Nr. 143 und 144. Das Haus Nr. 144 diente langjährig als Gemeindehaus und als anfänglicher Sitz der Musik- und Winterwirtschaftsschule, Bibliothek und des Heimatkundemuseums. Im Jahre 1925 wurden beide Häuser niedergerissen. An ihrer Stelle wurde ein neues Postamt ausgebaut und am 15. Juni 1928 wurde es in Betrieb genommen.

Die größten Bauveränderungen erfolgten auf der östlichen Seite des Platzes. Nach der Querung der Fričova-Straße stehen wir vor dem Gebäude des ehemaligen Hotels Pošta (Die Post) – des heutigen Stadtamts. An seiner Stelle standen drei mittelalterliche Häuser. Der Graf Jiří Adam III. Bořita von Martinic (der Neffe des Grafen Bernard Ignác Bořita von Martinic) ließ hier eine Kneipe ausbauen. Das Gebäude des Heimatkundemuseums (Nr. 159) wurde auf einem leeren Grundstück ausgebaut. Die ursprünglichen Häuser, die an seiner Stelle standen, wurden während des Dreißigjährigen Kriegs zerstört. Am 1. Juli 1658 wurde vom Grafen Bernard Ignác Bořita von Martinic das Piaristenkolleg gegründet und im Jahre 1660 wurde die Anstalt fertig erbaut. Das Piaristenkolleg und die Gelöbniskirche dienten zur Erziehung der Jugend bis zum Umzug des Gymnasiums ins neue Gebäude auf dem heutigen Smetana-Platz im Mai 1939. Der linke Flügel des Piaristenkollegs fungierte in den Jahren 1846-1877 als erstes stehendes Theater der hiesigen Amateurschauspieler. Im Jahr 1940 ist ins Gebäude das Heimatkundemuseum eingezogen. Seit dem Jahr 1960 hat hier ihren Sitz auch die Stadtbibliothek – die heutige Václav Štech Bibliothek. In demselben Gebäude hat seinen Sitz auch das Informationszentrum Slaný. Im Jahr 1997 wurde im hinteren Trakt des Gebäudes ein neues Stadtkino ausgebaut und eröffnet.

Das einstöckige Haus Nr. 9 wurde im barocken Stil ausgebaut und sein Erker stammt aus dem 16. Jahrhundert. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielt das Haus seine heutige Gestaltung. Das Haus ist mit Renaissanceportal, Arkade, Erker und Ornamenten verziert. Der ursprüngliche Renaissanceerker wurde im barocken Stil umgestaltet und unter den Fenstern mit Voluten und Bärenplastik mit Jahreszahl 1779 dekoriert. Die Kartusche des Eingangsportals umrahmt ein Hauszeichen, das uns an das Braurecht erinnert. Das Haus trägt den Namen „U černého koně“ (Zum schwarzen Pferd). Das Haus Nr. 8 gehörte zu dreien berühmten Einkehrgasthäusern auf dem Platz. Es blieb auch der Brunnen mit der Seilwinde erhalten. Im Jahr 1630 verkaufte der Graf Jaroslav Bořita von Smečno das von Emigranten der Familie Sixtens von Ottersdorf verlassene Haus Nr. 7 seinem Regenten Zachariáš Vejda von Bezděkov (Besikau). Das Haus wird mit dem Relief der Hl. Maria Immaculata verziert. Es handelt sich um eine typische Darstellungsform der Gottesmutter mit der Lilie in der Hand, die mit einem Fuß auf dem Kopf der Schlange steht. Die Schlange als Symbol für die Sünde windet sich oftmals um eine Weltkugel, wodurch Maria als Siegerin über die gesamte weltliche Sünde erscheint. In diesem Haus lebten die ersten im Jahr 1658 nach Slaný berufenen Piaristen.

Die Geschichte des altertümlichen Ungelds (tsch. Ungelt) – des Hauses Nr. 4 reicht bis ins Jahr 1377. Damals gewährte der König der Stadt im Austausch gegen eine Anleihe das Salzrecht und das Recht Salzpfennig erheben zu dürfen. Das Salzrecht erlaubte den Kaufleuten mit dem kostbaren Gut zu handeln, Salz zu lagern und zu verkaufen. Das ursprünglich spätgotische Haus wurde im Barockstil umgebaut und in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts neu restauriert. Durch seinen ursprünglichen Durchgang gelangen wir zur Štěchová-Straße. Das Rathaus (das Haus Nr. 3) steht anstelle eines alten Hauses, das dem Kaiser Karl IV. nach dem Tod seines Besitzers – des Bürgers Lukáš verfiel. Die Stadt erhielt das Haus am 23. Juni 1378 vom Kaiser geschenkt. Der Kaiser bedang sich aus, dass das Haus zum Rathaus umgebaut werden muss. Das ursprüngliche Gebäude war einstöckig, mit einem hohen treppenförmigen Giebel und einem im Grundriss viereckigen hohen prismenförmigen Turm, der sich mit einem Laubengang in die Höhe des heutigen Turms ragte. Seine Zwiebelkuppel wurde auf der Spitze mit einem Stern verziert. Nach dem Prager Vorbild wurde in die Höhe des ersten Stockwerks eine astronomische Uhr angebracht. Ihr Zifferblatt hatte 24 Unterteilungen, mit 24 Ziffern, das im Uhrzeigersinn mit einer Geschwindigkeit von einer Umdrehung alle 24 Stunden drehte. Im Jahr 1751 ließ der Graf Michal Bořita von Martinic anstelle des alten Rathauses ein neues ausbauen. Das Gebäude wurde aber durch einen Brand am 2. August 1795 zerstört. In den Jahren 1795-1796 wurde das Rathaus wieder erbaut. Am Turm wurde eine neue Uhrenanlage mit zwei Zifferblättern und zwei Schlagwerken angebracht. Ein weiterer umfangreicher Umbau erfolgte im Jahr 1890 vom Architekten Rudolf Štech im Stil der Neurenaissance. Der Turm wurde 43 m hoch und zweistöckig. Die letzte Renovierung erfolgte in den Jahren 1996-1997 durch die Firma Obnova památek V. Sedláček Houstoň. Das Eckhaus Nr. 1 bewirtete viele berühmte Persönlichkeiten, z.B. den Winterkönig Friedrich von der Pfalz von 29.-30. Oktober 1619. Das sog. „Panský dům“ (Herrenhaus) wurde nach der Schlacht am Weißen Berg mit weiterem Vermögen in der Stadt vom Grafen Jaroslav Bořita von Martinic im Jahr 1623 als Pfand und später im Jahr 1638 in sein Eigentum erworben. Im Jahr 1870 wurde das Haus an die Gemeinde zurückgegeben. Das Haus Nr. 1 wurde im Jahr 1629 ausgebaut und in den Jahren 1687 und 1750 rekonstruiert. Unlängst erfolgte die Renovation seines schönen Durchgangs, durch welchen das Haus zum Hof der Brauerei Martinice durchgängig ist.

Das vorletzte Haus unseres Spaziergangs ist das Novodomský Haus Nr. 86 der Wappenfamilie Novodomský von Šimberk (Schenkenberg). Sie besaß das Haus bis zu der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Grabtafel der Familie von Šimberk (Schenkenberg) ist an der Mauer der Dekanskirche des Hl. Gotthard in Slaný angebracht. Das letzte Haus Nr. 87 diente ab Mitte des 16. Jahrhundert bis Anfang des 17. Jahrhunderts als Einkehrgasthaus. Der Bogengang wurde in den 40. Jahren des 20. Jahrhunderts ausgebaut und ist zum Platz durchgängig.

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