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Kulturhistorische Wanderung 10 - 13

Dieses Projekt wird von der Mittelböhmischen Region mitfinanziert.  
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10. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Třebíz – Klobuky – Čeradice – Páleček – Stradonice – Lisovice – Vyšínek – Páleč – Peruc

Weißthurn – Hut – Tscheraditz – Klein-Paletsch – Stradonitz – Lisowitz - Wischinek – Groß-Paletsch - Perutz

TŘEBÍZ - WEIßTHURN
Die Anfänge des Dorfes und der hiesigen Feste sind urkundlich nicht belegt. Der Schwerpunkt der Sammlungen des Heimatkundemuseums in Třebíz liegt auf der Volksarchitektur der hiesigen Region. Im Museum werden alte Volksbaukunst, Wohnwesen und Landwirtschaft zu neuem Leben erweckt. Zu den bedeutsamsten Baudenkmälern gehört der Cifkův Bauernhof (Nr. 1), das Amt des Dorfrichters mit Schankrecht, mit Speicher, Keller, Pferdestall und weiteren Wirtschaftsgebäuden. Im Inneren des Hauses Nr. 4 blieb ein alter Kramladen erhalten. Die Knechtenhäuser Nr. 62 und 64 waren ursprünglich die Ausgedingehäuser von Bauernhöfen Nr. 10 und 11. Ihre Ausstattung entspricht dem Stand aus der Jahrhundertwende (19./20. Jh.). Im Garten des Hauses Nr. 10 finden wir die Fachwerkscheune aus Lehm, als Beleg des Baustils am Ende des 17. und im 18. Jahrhunderts. Auf dem Dorfplatz steht barocke St. Martinkapelle aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Geburtshaus des Priesters und Schriftstellers Václav Beneš Třebízský (Nr. 19) bietet eine Dauerausstellung zu seinem Leben und Werk. In die Sandsteinfelsen oberhalb des Dorfes wurden die Keller abgeteuft. In den Felsen wurde ein die Pieta darstellendes Relief eingehauen. Auf dem Felsen steht das Denkmal für Václav Beneš Třebízský. Es stammt aus der Werkstatt von František Hergessel und František Procházka. Seine feierliche Enthüllung erfolgte am 14. August 1892. Wir folgen der Straße Nr. 237 Richtung Klobuky.

KLOBUKY - HUT
Das Dorf wurde im Jahr 1226 erstmals aufgeführt. Anfang des 14. Jahrhunderts ließen hiesige Wladiken unterhalb des Hügels die Feste mit Kirche oder einen Hof ausbauen. Die Ersterwähnung der Kirche und Pfarrschule geht auf das Jahr 1352 zurück. An ihrer Stelle wurde im Jahr 1729 die heutige St. Laurentiuskirche mit dominierendem Turm errichtet. Die Kirche ist vom Friedhof umschlossen. Die Gedenktafel an der Mauer der Kirche und des Pfarrhauses erinnert an den Priester und Schriftsteller Jindřich Šimon Baar, der in Klubuky in den Jahren 1899-1909 tätig war. Auf dem Friedhof finden wir die Gräber der bedeutsamen Familien Zap und Malypetr. Die Nischenkapelle stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Herrschaftsbrauerei stand hier schon zur Jahrhundertwende (16./17. Jh.). Im Jahr 1705 wurden vom Kapitel alle Brauereien in seiner Herrschaft aufgelöst. Der Betrieb der Brauerei in Klobuky wurde nicht aufgehalten. Im Jahr 1904 wurde die Brauerei an die Schwarzenberger verkauft und als Filiale der Brauerei in Louny (Laun) unterstellt. Im Jahr 1906 wurde eine neue Mälzerei errichtet. Sie produzierte Malz bis zum Jahr 1938. Bier wurde hier bis zum Jahr 1921 gebraut. Die alte Linde auf dem Brauereihof kommt auch im Werk von Svatopluk Čech vor. Er erlebte seine Kindheit und Studentenjahre in dieser Region. Sein Vater war Direktor der Verwaltung der Herrschaft in Vraný (Wrana). Die im Jahr 1871 gegründete und im Jahr 1872 fertig gebaute Zuckerfabrik war die einzige landwirtschaftliche Vereins-Zuckerfabrik in der Region. Die Sokol-Turnhalle in Klobuky wurde am 15. Juli 1923, anlässlich des Sokol-Treffens vom Sladkovský-Gau feierlich eröffnet. An demselben Tag wurde auch die Gedenktafel am Geburtshaus vom Sportlehrer und Mitgründer der tschechoslowakischen Körpererziehung Jan Malypetr (1815-1890) enthüllt. In demselben Haus lebten auch Karel Malypetr (1815 – 1880), der Jurist, Archäologe und erste Sokol-Vorturner in Prag und Jan Malypetr (1873 – 1947), der Minister und Präsident des Abgeordnetenhauses. Die neue Gedenktafel am Haus der Familie Malypetr wurde im August 2003 enthüllt. Oberhalb des Dorfes rechter Hand neben der Straße in der Richtung Telce steht ein alter Menhir „Kamennný muž“ (Steinerner Mann).


PÁLEČEK- KLEIN-PALETSCH
Der steinerne Glockenturm hatte ursprünglich drei Glocken. Es blieben nur zwei erhalten. Die größte Glocke Jakob stammt aus der Werkstatt des Prager Meisters Brikcí von Cimperk. Das spätbarocke Beinhaus wurde zusammen mit der Kirche Maria Heimsuchung in den Jahren 1776-1778 ausgebaut. Im Inneren des Beinhauses blieb die Freskomalerei erhalten. In den Gemäuern wurden bildlich die Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt. Das barocke Beinhaus und seine Verzierung sind in dieser Region einzigartig.

STRADONICE - STRADONITZ
Die Ersterwähnung geht auf das Jahr 1318 zurück. Beim Bau der Straße von Slaný nach Budyně (Budin) wurden die Fragmente der bronzenen Armbänder und am Ort, der „Na Okrouhlíku“ genannt wird, ein heidnisches Urnenfeld freigelegt. Ein Denkmal der Volksarchitektur stellt die Mühle (Nr. 22) mit steinernem Mühlenhaus und weiteren Wirtschaftsgebäuden dar. Die barocke Statuengruppe der St. Peter und Paul stammt aus dem Jahr 1782. Am Ende des Dorfes in der Richtung Páleč (Paletsch) steht eine 230 cm hohe steinerne Passionssäule. Über Lisovice nehmen wir den Weg nach Vyšínek.

VYŠÍNEK - WISCHINEK
Das Dorf wurde im Jahr 1263 als Besitztum des höchsten Richters Čeč erstmals erwähnt. Damals verkaufte er, oder schenkte, das Dorf zusammen mit Drchkov (Derchkow) ans Prager Kapitel Allerheiligen auf der Prager Burg. Am Portal des Bauernhauses Nr. 5 ist das Wappen der Familie Kinsky angebracht. Das Kreuz auf dem Dorfplatz stammt aus dem Jahr 1855.

PANSKÝ DVŮR IN VYŠÍNEK – HERRENDORF IN WISCHINEK
Der Wirtschaftshof war der Herrschaft Zlonice (Slonitz) zugehörig. Im Jahr 1845 bestand diese Herrschaft aus 23 Herrenhöfen, die heute in der Umgebung der Gemeinde Zlonice die architektonisch hervorragenden Bauten darstellen. Der vierstöckige barocke Speicher mit benachbartem Stallgebäude und der Scheune wurden im Jahr 2003 unter Denkmalschutz gestellt. Das Eingangsportal des Speichers trägt das Wappen vom Grafen Filip Josef Kinský mit der Jahreszahl 1739. Erhalten blieb auch sein vierstöckiges Holzinterieur, ein Meisterwerk der Zimmerarbeit unserer Vorfahren. Seit dem Jahr 2001 hat hier seinen Sitz der Bürgerverein Aranka – Dvůr Vyšínek, der Erziehung-, Bildung- und Sportprogramme für Kinder und Jugendliche veranstaltet. Es ist hier auch ein Reitverein tätig.

PÁLEČ - PALETSCH
Das Dorf erscheint urkundlich erstmals im Jahr 1318. Am rechten Bachufer oberhalb des Dorfes ließen hiesige Wladiken eine Feste mit zylindrischem Turm ausbauen. Die Feste ging während des Dreißigjährigen Kriegs zugrunde. Das erneuerte barocke Kreuz auf dem Dorfplatz stammt aus dem Jahr 1712. Die einschiffige gotische Kirche Maria Geburt wurde schon in den Jahren 1333-1338 erwähnt. Auf der südlichen Seite des Portals finden wir das Wappen des Bischofs Johann IV. von Dražice. Auf dem Friedhof neben der Kirche steht ein Leichenhaus (Beinhaus). Über Vraný (Wrana) kommen wir nach Peruce. Linker Hand neben der Straße in der Richtung Peruce steht in den Feldern das Denkmal für das Drei-Kaiser-Treffen. Das Denkmal wurde anlässlich des 100. Jahrestags des Siegs über Napoleon im Jahr 1913 errichtet. Im Jahr 1813 fand in den Feldern zwischen Vraný und Peruc die Militärparade der alliierten Armeen von Russland (Alexander I.), Österreich (Franz. I.) und Preußen (Friedrich Wilhelm II.) statt.

PERUC - PERUTZ
Das Dorf wurde im Jahr 1170 erstmals erwähnt. Der Fund eines alten romanischen Verlieses oder Kerkers im nördlichen Schlossflügel bestätigt, dass hier schon im 12. oder 13. Jahrhundert eine Burg ausgebaut werden konnte. Die Burg stand an einer starken Quelle, die aus dem Verlies heraussprudelt und dem schon im Jahr 1401 erwähnten Božena Brunnen Wasser gibt. Nach alten Überlieferungen war Peruc der Schauplatz der Romanze des Fürsten Oldřich mit der Bauerntochter Božena, aus der sein Sohn Břetislav I. hervorging. Daran erinnert im Ort die Oldřich-Eiche und Božena-Quelle. Anstelle der Burg ließ Jetřich von Peruc im Jahr 1319 eine Feste ausbauen. Im 15. und 16. Jahrhundert wechselten sich weltliche Besitzer häufig ab. Die Familie von Ledebur ließ das hiesige Renaissanceschloss in den Jahren 1760-1770 im Rokokostil umbauen. Während der Okkupation und dann bis zum Jahr 1954 diente das Schloss als Depositorium der Leipziger Universitätsbibliothek. Im südlichen Schlossteil lebte und arbeitete der Maler Emil Fila. Nach seinem Tod wurde hier sein Gedenksaal errichtet. Der Skulpturenschmuck an der Stirnseite des Schlosses stammt aus der Werkstatt des Bildhauers Platzer. Unterhalb des nördlichen Schlossflügels befindet sich der Božena-Brunnen und neben der Straße nach Slavětín finden wir auch die hundertjährige Oldřich-Eiche. Die ursprünglich mittelalterliche St. Peter und Paulkirche wurde schon im Jahr 1384 als Pfarrkirche genannt. In den Jahren 1724-1725 wurde sie neu ausgebaut und im Jahr 1824 erfolgte ihre weitere Renovierung. In den Nischen auf beiden Seiten des Eingangs stehen die Statuen des Hl. Wenzel und des Hl. Johannes von Nepomuk. Über ihnen steht die Jesus-Statue mit St. Peter und Paul, Patronen der Kirche, auf seinen beiden Seiten. Der Giebel oberhalb des Eingangsportals trägt die Jahreszahl 1724, das Jahr der Vollendung des Kirchenbaus und die Namen der Kirchenstifter – Alexander Johann und Anna Elisabeth von Ledebur. Die Kirche zusammen mit Pfarrhaus, Dorfplatz und Schloss bildet einen einzigartigen barocken Komplex. Die Statue des Hl. Johannes von Nepomuk neben der Kirche stammt aus dem Jahr 1857 und wurde vom Bildhauer K. I. Platzer gehauen. Das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs auf dem Dorfplatz aus dem Jahr 1922 stammt aus der Werkstatt von E. Kodet.


Třebíz – Klobuky 3,4 km
Klobuky – Čeradice 1,5 km
Čeradice – Páleček 1,3 km
Páleček – Stradonice/Lisovice 3,7 km
Lisovice – Vyšínek 1,3 km
Vyšínek – Páleč 2,6 km
Páleč – Peruc 8,7 km

Gesamtlänge: 22,5 km
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.
Von Peruc ist Slaný mit dem Zug erreichbar, oder können Sie die markierten Radwege nutzen.


11. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Slaný – Knovíz – Želenice – Třebusice – Holousy – Brandýsek – Cvrčovice – Olšany – Slaný

Schlan – Knobis – Schelenitz – Trebusitz – Hollaus – Brandeisel – Grillenau – Olschan - Schlan

Unsere Wanderung startet am Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159). Interessant ist das Gebäude des alten Rathauses Nr.3. Wir verlassen den Platz und gehen die Vinařický-Straße hinunter an dem Modletický-Haus und der St. Gotthardkirche vorbei. Am Kreisverkehr halten wir uns aufsteigend in Richtung Prag. Dann folgen wir der Straße Nr. 00724 Richtung Prag und an der Kreuzung biegen wir links auf die Straße Nr. 00712 ab.

KNOVÍZ - KNOBIS
Seine prähistorische Besiedlung belegen zahlreiche Funde, die verschiedene Zeitepochen repräsentieren – von der jüngeren Altsteinzeit und der Spätsteinzeit bis zur jüngeren Bronzezeit. Aus letzterer entwickelte sich die Knoviz-Kultur, die später in die Bylany-Kultur überging. Neben den Nutzgegenständen und Menschen- und Tierknochenfunden wurden auch vereinzelte Menschenknochen mit Schlagspuren freigelegt. Dies lässt auf rituellen Kannibalismus schließen. Die Ersterwähnung des Dorfs geht auf das Jahr 1088 zurück. Im Jahr 1305 schenkte König Wenzel II. das Dorf der privilegierten Königstadt Slaný. Die Kirche Allerheiligen diente schon im Jahr 1352 als Pfarrkirche. Die ursprünglich gotische Kirche wurde im 18. Jahrhundert um die Sakristei erweitert. Im Jahr 1846 erfolgte ihr Umbau. In den Jahren 1993-1994 und 2005 wurde sie renoviert.

ŽELENICE - SCHELENITZ
Die prähistorische und früh mittelalterliche Besiedlung ist durch umfangreiche archäologische Funde – vor allem einer Begräbnisstätte mit 105 Gräbern der Burgstätte-Kultur (aus 9. – 11. Jh.) - belegt. Das Dorf wurde in den Jahren 1227-1233 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1305 wurde das Dorf von König Wenzel II. der Königsstadt Slaný geschenkt. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde das Dorf ganz zerstört und entvölkert. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts wurde es aber wieder erneuert und besiedelt. Die ursprünglich romanische Kirche des „Hl. Jakobus des Älteren“ mit dem Schiff aus dem 12. Jahrhundert und dem Presbyterium aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts im gotischen Stil umgebaut. Ein weiterer Umbau erfolgte in 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der Holzglockenturm mit einem steinernen Sockel stammt - laut Jahreszahlen auf seinen Glocken (1581 und 1613) - aus dem 16. Jahrhundert. Der Umbau des Glockenturms erfolgte im 18. Jahrhundert. Zu den wertvollen Denkmälern der Volksbaukunst gehören die Häuser Nr. 1, 2, 3, 5 und 6.

TŘEBUSICE - TREBUSITZ
Die archäologischen Funde belegen die prähistorische Besiedlung des Ortes. Sie zählen meistens zu den Funden von Želenice. Seit dem 13. Jahrhundert (1227) verblieb das Dorf im Besitz der Benediktinerinnen des St. Georgklosters auf der Prager Burg. Der Dreißigjährige Krieg verschonte das Dorf. Die Kapelle auf dem Dorfplatz mit aufgestocktem Glockenturm stammt aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts.

HOLOUSY - HOLLAUS
Das Dorf wurde zusammen mit Třebusice urkundlich erwähnt. Seit dem Jahr 1227 verblieb es im Besitz der Benediktinerinnen des St. Georgklosters auf der Prager Burg. Im 15. Jahrhundert verödete das Dorf und erst nach dem Dreißigjährigen Krieg im Jahr 1654 berichten uns die Quellen über sein weiteres Schicksal. Zur Jahrhundertwende (18./19. Jh.) gehörte das Dorf zur Gemeinde der verbundenen Ortschaften Brandýsek, Olšany, Holousy und Cvrčovice (Brandeisel, Olschan, Hollaus,Grillenau). Im Dorf dominiert die Ruine des ehemaligen Pflughofs des Kaisers Franz I. Wir folgen dem nach links aufsteigenden Weg zum Förderturm der ehemaligen Grube Michael.

BRANDÝSEK - BRANDEISEL
Das Dorf entstand durch Zusammenfügung der ursprünglich zwei Gemeinden – Brandýsek und Olšany. Die Hájeks Chronik datiert die Ersterwähnung des Dorfes schon auf das Jahr 975. Die ältesten Einträge zum Dorf Olšany in der Landtafel gehen auf das Jahr 1316 und zum Dorf Brandýsek auf das Jahr 1345 zurück. Die beiden Dörfer wurden von Zehnen Einwohnern bewohnt. Während des Dreißigjährigen Kriegs verödeten beide Dörfer. Erst durch Abbau der Kohle kamen sie wieder in Schwung. In der Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden die Gruben Michael und Layer und in ihrer Nachbarschaft wurde eine neue Bergmannsiedlung gegründet. Neben der Straße nach Knovíz steht rechter Hand eine Nischenkapelle, an die sich eine traurige Geschichte von einem Offizier der fremden Armee knüpft. Während des Kriegs erschoss er zwei Kinder und um diese Schuld zu tilgen und sühnen, ließ er hier die Kapelle ausbauen. Ursprünglich stand die Kapelle auf der anderen Seite der Straße. An die heutige Stelle wurde sie wegen des Autobahnbaues übertragen. Auf der Straße von Olšany in Richtung Kladno geraten wir nach etwa 700 m zum Wasserpark Čabárna. Hier endet unsere Wanderung. Von hier aus ist es nicht weit nach Kladno. Von Kladno ist Slaný mit dem Bus zu erreichen.

DER NATURWASSERPARK ČABÁRNA
Der Naturwasserpark liegt am Teinitzer Bach (Týnecký potok). Ursprünglich wurden hier Grubenabfälle aufgehaldet. Die Teiche wurden später saniert und mit Fischen besetzt. An diese wundervolle Landschaft ist auch eine besonders reiche Land- und Wassertierwelt gebunden. Hierzu zählen unter anderem verschiedene Fischarten, Schildkröten, Nutrias, Frette und Füchse. Unweit des Parks in Richtung Brandýsek befindet sich die Tierrettungsstation AVES.

CVRČOVICE - GRILLENAU
In den alten Quellen lesen wir, dass das Dorf im Jahr 1070 von König Vratislav II. dem Vyšehrader Kollegiatkapitel geschenkt wurde. Später verblieb das Dorf im Besitz der Brevnover Benediktiner. Hiesige Grube Ferdinand wurde in den Jahren 1849-1852 ausgebaut und gehörte zu den größten Gruben Tschechiens. Im Jahr 1882 wurde sie an die Staatbahnen AG verkauft. In ihrer Nachbarschaft entstand die Bergmannsiedlung „Čabárna“. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kohle auch in den Gruben Antonín, Ludmila und Vítek abgebaut. Durch den Ort, der „Ferdinandka“ gennant wird, führt ein Radweg. Die Dorfkapelle stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Slaný – Knovíz 5,4 km
Knovíz – Želenice 1,7 km
Želenice – Třebusice 2,5 km
Třebusice – Holousy 2,8 km
Holousy – Brandýsek 0,5 km
Brandýsek – Cvrčovice 0,5 km
Cvrčovice – Olčany 0,3 km
Olšany – Slaný 10 km

Gesamtlänge: 24 km
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.


12. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Smečno – Svinařov – Libušín – Kačice – Nová Studnice – Hradečno – Nová Ves – Ledce – Přelíc

Schlan – Swinarschow – Libuschin – Katschitz – Neubrunn – Burgstätt – Neudorf – Ledetz - Pschelietz

Die Route beginnt am Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159). Wir nehmen die Masnokrámská-Straße in Richtung Komenský-Platz und passieren die Fortenská- und Záfortenská Straße. Die Smečenská-Straße führt uns aus der Stadt hinaus bis zur Kreuzung Richtung Hrdlív. Von hier setzen wir unsere Wanderung geradeaus nach Smečno fort.

SMEČNO – SMETSCHNO (MUNZIFAY)
Die Geschichte der Feste in Smečno reicht bis Anfang des 13. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 1418 kaufte sie Markvart von Martinic. Sein Sohn Bořita ließ die Feste in ein Schloss umbauen. Smečno verblieb bis ins Jahr 1921 hinein im Besitz der Familie von Martinic und Clam-Martinic. Einen weiteren Bestandteil des Schlosses bildet die Annakapelle. Hier findet jedes Jahr stets um den Anna-Tag (am 26. Juli) die Annakirchweih statt. Heute dient das Schloss als Pflegeheim und ist der Öffentlichkeit unzugänglich. Es lohnt sich aber seinen ausgedehnten Schlosspark, der mit vielen Statuen und einer Sala Terrena aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts verziert ist, zu besichtigen. Den Weg zum Schloss schmücken zwei Obelisken aus derselben Zeit. Platzers Statuengruppe Hlgst. Dreifaltigkeit vor dem Schloss stammt aus dem Jahr 1744. Die Kirche Hlgst. Dreifaltigkeit wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. In die Außenmauern der Kirche sind die Grabsteine der hiesigen Adeligen eingelassen. Gegenüber der Kirche steht das Renaissancegebäude des Dekanats, das am Ende des 16. Jahrhunderts ausgebaut wurde. Die Donatusstatue daneben hatte ihren ursprünglichen Platz in den Feldern unweit von Smečno. Der steinerne Obelisk mit dem Kreuz vor der Schule datiert ins Jahr 1607. Die Statue des Hl. Georg auf dem Platz stammt aus dem 18. Jahrhundert.

SVINAŘOV - SWINARSCHOW
Die Ersterwähnung des Dorfes geht auf das Jahr 1328 zurück. Das Vyšehrader Kollegiatkapitel ließ hier in den Jahren 1328 - 1332 eine Feste ausbauen, die nach der Bauvollendung im Jahr 1332 dem Prager Bürger Fricek Dlouhý verpachtet wurde. In der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Feste verkauft. Nachdem sie nicht genutzt wurde, ging sie zugrunde. Das steinerne Relief der Pieta wurde in eine blinde Nische des Bauernhofs Nr. 1 eingemauert.

LIBUŠÍN - LIBUSCHIN
Die archäologischen Funde belegen eine verschanzte Ortschaft aus dem 6.-7. Jahrhundert. In alten Sagen kommt diese als Sitz der Fürstin Libuše vor, die die Ortschaft um das Jahr 650 gründete. Sie heiratete hier Přemysl den Pflüger und von hier auch gründete die Stadt Prag. Hiesige Burgstätte wurde im 9.-10. Jahrhundert als Grenzburgstätte zur Abwehr gegen einen Nachbarstamm „Lučané“ (oder „Žatčané“) und als Ersatz-Versammlungsort ausgebaut. Nach der Vereinigung der slawischen Stämme verlor die Burgstätte ihre Verteidigungsfunktion und ging zugrunde. Am Ende des 13. Jahrhunderts wurde hier die St. Georgkirche errichtet. Auf dem Friedhof steht ein Holzglockenturm, der auf einem achtteiligen Sockel aufgebaut wurde. Der älteste erhaltene Grabstein trägt die Jahreszahl 1644. Die neuzeitliche Geschichte des Dorfes wurde durch die Entdeckung der Kohle geprägt. Die älteste Grube hieß Mayrau-Robert (1874). Später entstanden noch Sv. Jan (St. Johann 1885-1886), Max (1888) und Schöller (1895-1896). Das ursprünglich landwirtschaftliche und handwerkliche Dorf entwickelte sich zu einer großen bergmännischen, handwerklichen und arbeiterlichen Gemeinde, die im Jahr 1919 zur Stadt erhoben wurde. Die neugotische Kirche ist dem St. Prokop, dem Patron der Bergleute geweiht und stammt aus dem Jahr 1908. Die barocke St. Prokopstatue vor der Kirche stammt aus dem Jahr 1730. Das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs wurde im Jahr 1927 errichtet.

KAČICE - KATSCHITZ
Das Dorf wurde im Jahr 1318 erstmals urkundlich erwähnt. Die damalige Feste ließen wahrscheinlich schon die ersten Wladiken von Kačice ausbauen. Aber erst im Jahr 1437 zur Zeit Ctibors von Svojkov wurde sie erstmals schriftlich belegt. Nachdem das Dorf an die Herrschaft Smečno angeschlossen wurde, hörte die Feste auf, ihren Zweck zu erfüllen und ging zugrunde. Sie stand vermutlich auf dem ehemaligen Pflughof. Das Kreuz neben der Dorfkapelle wurde „auf Kosten der Bürger von Kačice zum Andenken an gnadenreichen Sommer des Jahres 1851“ aufgestellt. Die Inschrift des anderen Kreuzes neben der Straße gegenüber dem Haus Nr. 53 ist unlesbar. Die Kapelle stammt gleichfalls aus dem Jahr 1851. Die steinerne St. Blasiusstatue auf dem Dorfplatz war ursprünglich ein Grabstein vom Steinmetzmeister Johann Wolfgang Herstoffer aus dem Jahr 1711. In der Nische des Hauses Nr. 5 steht die beschädigte Hl. Adalbert Statue. Beide Statuen wurden auf dem Waldweg unweit der verschwundenen Ortschaft Německá Lhota (Deutsch-Lhota) gefunden. In Kačice wurden sie im Jahr 1817 aufgestellt. Nördlich von Kačice liegt ein kleines von Wäldern umgebenes Dorf Nová Studnice.

NOVÁ STUDNICE - NEUBRUNN
Das Dorf entstand anstelle des gerodeten Waldes unweit der zwei verschwundenen Ortschaften Svídné und Humniště. Im Jahr 1711 ließ Jiří Adam Bořita von Martinic anstelle des verschwundenen Dorfes und der Feste Humniště den größten Hof der Herrschaft Smečno ausbauen. Der Hof trug seinen Familiennamen Martinice (Martinitz). Auf dem Dorfplatz in Nová Studnice steht eine renovierte Kapelle und eine noch nicht identifizierte Statue - in der Nische des Eckbauernhauses in der Richtung Drnek. Von Nová Studnice nehmen wir den Weg nach rechts Richtung Hradečno mit der daran angeschlossenen Ortschaft Nová Ves (Neudorf).

HRADEČNO - BURGSTÄTT
Anstelle beider Dörfer stand früher eine Burgstätte oder kleine Burg. Das Wasserkastel in Hradečno befand sich inmitten des Tals Hradečno und stellte ein typisches mittelalteriches ländliches Wasserkastel dar. Nach vorübergehender Verödung ließen seine Besitzer das Kastell während des 14. und 15. Jahrhunderts erneuern. Schriftlich erscheint es erstmals am 14. Januar 1523 und später noch im Jahr 1542. Die Ersterwähnung von Nové Hradečno – Nová Ves geht auf das Jahr 1594 zurück. Im Jahr 1749 wurde in Hradečno ein Fachwerkglockenturm ausgebaut. Die Ortschaft Nová Studnice ist Bestandteil der Gemeinde Hradečno. Die Ortschaft entstand in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts neben der Schäferei, die der Familie Clam-Martinic gehörte. Aus derselben Zeit stammt auch die Kapelle auf dem Dorfplatz. In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts ließ hier Clam von Martinic das Jägerhaus „Wildpark“ errichten. Vom Schloss Smečno zum Wildpark kam die Herrschaft durch eine Allee.

LEDCE - LEDETZ
Die prähistorische Besiedlung belegen die Funde der Hockergräber, in denen die Knochen mit Steinen, Gefäßen, steinernem Meißel und Bernsteinketten umlegt wurden. Freigelegt wurden auch bronzene Gegenstände - ein Meißel, einige Armbänder, eine Aunjetitzer Nadel, einige weitere Nadeln und drei Goldrollen. Das Dorf wurde im Jahr 1400 erstmals erwähnt. Die Kapelle des Hl. Johannes des Täufers auf dem Dorfplatz stammt aus dem Jahr 1782. Im Jahr 1866 wurde sie erweitert und im Neuromanischen Stil umgebaut.
Das Haus Nr. 3 ziert eine steinerne Tafel mit dem Relief der Grablegung Jesu aus dem 16. Jahrhundert. Den barocken Hof Nr. 24 ziert ein Giebel. Erhalten blieb auch sein barockes Tor.

PŘELÍC - PSCHELIETZ
Seine prähistorische Besiedlung wurde durch Freilegung der heidnischen Begräbnisstätte unweit des Dorfes im Jahr 1894 belegt. Das Dorf wurde Anfang 14. des Jahrhunderts erstmals aufgeführt. Die St. Peter und Paulkirche wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet, wobei einige erhaltene architektonische Elemente des romanischen und frühgotischen Stils lassen sich ins 13. oder vielleicht sogar an das Ende des 12. Jahrhunderts datieren. Weitere Erweiterung und Umgestaltung der Kirche erfolgte in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. In der westlichen Ecke des Friedhofs steht ein Holzglockenturm mit steinernem Sockel, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Wir folgen der Straße Richtung Slaný.

Smečno – Svinařov 2 km
Svinařov – Libušín 2,5 km
Libušín – Kačice 6,5 km
Kačice – Nová Studnice 3 km
Nová Studnice – Hradečno 1,5 km
Hradečno – Nová Ves 1 km
Nová Ves – Ledce 2 km
Ledce – Přelíc 4 km

Gesamtlänge: 22,5 km
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.


13. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný

Slaný – Dolín – Hobšovice –Velvary – Neuměřice – Kamenný Most – Zvoleněves – Podlešín – Knovíz – Slaný

Schlan – Dollin - Hobschowitz – Welwarn – Naumeritz – Kamenomost – Losdorf - Podleschin – Knobis - Schlan

Unsere Wanderung beginnt am Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159). Von hier aus nehmen wir den Weg zum Friedhof und Kloster mit der Kirche der Hlgst. Dreifaltigkeit. Wir gehen durch das Welwarner Tor (Velvarská brána), das um die Jahrhundertwende (13./14. Jh.) erbaut wurde. Dann folgen wir der Na Vinici-Straße, bis wir auf die Winzer- und Fischersäule stoßen. An dieser wandern wir nach links bergab oder setzen wir unseren Weg zum Kreuz fort und folgen der Straße in Richtung Dolín weiter.

DIE WINZER- UND FISCHERSÄULE VON SCHLAN
Es handelt sich um eine Kopie aus der Werkstatt des Bildhauers Václav Nejtek. Die Säule hatte ihren ursprünglichen Platz an der Friedhofmauer in Ovčáry (Owtschar, Schafhütten) unweit der St. Wenzelkirche. Ihr Modell wird im Heimatkundemuseum in Slaný ausgestellt.

DOLÍN - DOLLIN
Das Dorf wurde um das Jahr 1305 von den Schlaner Benediktinern gegründet. Es erschien urkundlich erstmals im Jahr 1325. Aus demselben Jahr stammt auch die Ersterwähnung der hiesigen den hl. Aposteln Simon und Judas geweihten Kirche. Ihr Innenraum wurde im Jugendstil ausgestaltet. Auf dem alten Friedhof neben der Kirche wurde der Schmied, Schriftsteller und Dichter Valerián Pejša beerdigt. Unterhalb der Kirche biegen wir nach links ab, in Richtung Beřovice (Berschowitz). Auf dem Weg meiden wird die Nischenkapelle aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

HOBŠOVICE - HOBSCHOWITZ
Seine Ersterwähnung geht auf das Jahr 1228 zurück, damals verblieb das Dorf im Besitz des St. Georgklosters auf der Prager Burg. In der Pfarrkirche des Hl. Wenzel amtierte ihr erster Pfarrer schon im Jahr 1352. Die ursprüngliche Kirche war turmlos. Sie hatte nur einen Holzglockenturm, die im Jahr 1850 zerfiel. Auf der westlichen Seite wurde dann die Kirche um einen neuen Turm mit drei Glocken erweitert. Die erste Glocke trägt eine tschechische Inschrift mit Jahreszahl 1550, die zweite mit lateinischer Inschrift trägt die Jahreszahl 1423 und die dritte 1663. Im Jahr 1856 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben.

MALOVARY
Das Dorf erscheint urkundlich erstmals im Jahr 1302. Es blieb hier die Kirche Allerheiligen erhalten. In einigen Quellen wurde sie auch als Mutter-Gottes-Kirche genannt. Im Jahr 1787 wurde sie von Kaiser Joseph II. aufgelöst. Im Jahr 1792 erfolgte ihre Wiederweihe. Ferdinand Velc beschreibt die Kirche als ein altertümliches romanisches Baudenkmal. Das Dorf ging zugrunde und am Ende des 17. Jahrhunderts wurde als Ortsteil an Velvary (Welwarn) angeschlossen. Das ursprüngliche Tor „Malovarská brána“ in Velvary wurde seit dem Ende des 17. Jahrhunderts als Slánská brána (Das Schlaner Tor) genannt. Im Jahr 1878 wurde es niedergerissen.
Das Wasserkastell Hrádek wurde unter der Herrschaft des Königs Ottokar II. Přemysl ausgebaut. Seine Ersterwähnung geht auf das Jahr 1326 zurück. Damals erwarb das Kastell Bürger Hostík von Budyně (Budin). Bis zum Jahr 1380 verblieb es dann im Besitz der Familie Berka von Dubá (Dauba). Im Jahr 1513 zur Zeit Bohuslavs Chrt von Rtín wurde die Lehnspflicht der Besitzer des Kastells aufgehoben. Im Jahr 1526 wurde Malovary an die Gemeinde Velvary verkauft. Das Wasserkastell Hrádek verödete und während des Dreißigjährigen Kriegs ging zugrunde. Seine Fundamente wurden bei der Trockenlegung des Teiches in Malovary im 18. Jahrhundert gefunden. Vermutlich blieb auch - als eines seiner Relikte - das hohe Portal an der Kreuzung der Straßen nach Bdín und Neuměřice erhalten.

VELVARY - WELWARN
Die Gemeinde wurde an dem von Prag nach Sachsen führenden Weg gegründet. Der Siedlungsname Velvary fand im Jahr 1282 (nach anderen Autoren im Jahr 1088) im Verzeichnis des Vyšehrader Kollegiatkapitels zum ersten Mal urkundlich Erwähnung. Am 4. April 1482 wurde Velvary im Majästetsbrief des Königs Vladislav II. von Ungarn und Böhmen zur Königsstadt erhoben. Mit dem Stadtrecht verbunden waren die Genehmigung den Ort zu befestigen und Tore zu errichten und das Meilen- und Mautrecht. Die Stadt erhielt auch die Genehmigung, einen Jahrmarkt anlässlich St. Simon und Judas am 28. Oktober abzuhalten. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Stadt mehrmals geplündert und am 30. Oktober 1693 durch die Schweden unter Feldmarschall Banner verbrannt. Die ursprünglich gotische St. Katharinakirche wurde später im Stil der Renaissance, des Barocks und der Neugotik umgebaut. Seit der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde sie als Pfarrkirche erwähnt. Neben der Kirche stehen die Statuen der Hl. Katharina und des Hl. Joseph, beide stammen aus der Werkstatt des Bildhauers A. Střevský von Velvary. Das Erdgeschoss des Rathauses (das Haus Nr. 1 auf dem Platz) wurde in den Jahren 1618-1620 im Stil der Spätrenaissance nach Entwurf des italienischen Architekten Santini Malvazione umgebaut. Der barocke Umbau des Rathauses erfolgte in den Jahren 1723-1724 vom Meister Johann Wolf. In den Jahren 1793-1797 wurde das Gebäude nach Entwurf von Ignac Palliardi noch umfangreicher umgestaltet. Die Mariasäule auf dem Platz stammt aus den Jahren 1716-1719 und wurde in der Werkstatt der Leitmeritzer Bildhauer František und Matěj Tollinger und des Steinmetzen Antonín Falke gehauen. Sie wird von den Statuen der Hl. Wenzel, Prokop, Sebastian und Florian umgeben. Den Gipfel der Säule schmückt die Statue der Hl. Maria Immaculata.
Das Gasthaus Panská hospoda (Das Herrengasthaus) wurde in den Jahren 1696-1698 vom Prager barocken Erbauer Paul Ignatz Bayer ausgebaut. Zu weiteren interessanten Baudenkmälern zählen z.B. die Renaissancehäuser - das Bárta Haus Nr. 8, Reduta Nr. 57, das Haus U Zlaté hvězdy (Zum goldenen Stern) mit einem Bogengang und das spätbarocke Haus Nr. 115. In der Vorstadt in Richtung Kralupy nad Vltavou (Kralup an der Moldau) befindet sich eine im Stil der Spätrenaissance von Santini Malvazione erbaute Friedhofkirche St. Georg. Ihr Bau erfolgte in den Jahren 1613-1616.

NEUMĚŘICE - NAUMERITZ
Die Ersterwähnung fällt auf das Jahr 1158 zurück. Zu den berühmtesten Persönlichkeiten der Gemeinde gehörte Martin Bacháček Nauměrský von Nauměřice, im Jahr 1539 auf dem Cardovský Bauernhof Nr. 1 geboren. Er war ein bedeutender Astronom, Mathematiker und Rektor der Prager Universität. Gewissermaßen ist er auch als Vorgänger des Comenius zu bezeichnen. Seinen Namen trägt die hiesige Grundschule, die im September 1885 geweiht und eröffnet wurde. Von Frühling bis Herbst 1919 und im Jahr 1920 wurde die Gemeinde zum Zentrum der Arbeiterstreiks. Im Jahr 1929 wurde in Neuměřice ein Fußballverein gegründet. Die Dorfkapelle stammt aus dem Jahr 1800.

KAMENNÝ MOST – KAMENEMOST
Laut Vyšehrader Urkunde aus dem Jahr 1088 schenkte König Vratislav II. dem Vyšehrader Kollegiatkapitel drei Joch Ackerland in Kamenný Most. Aus dieser Gemeinde stammte auch die Familie des berühmten Bürgermeisters in Slaný Bartoš Pták (Ptáček) von Kamenemost, der in den Jahren 1444-1487 auch als Justiziar tätig war.

ZVOLENĚVES - LOSDORF
Das Dorf erscheint urkundlich erstmals im Jahr 1318. Die Wladiken bewohnten eine Feste, die an der Stelle der heutigen Schlossruine auf einer Anhöhe hinter dem Dorf stand. Sie wurde im Jahr 1401 erstmals erwähnt. In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die gotische Feste im Renaissancestil umgebaut und in ihrer Nachbarschaft um eine neue Brauerei erweitert. Anstelle der ursprünglichen Feste wurde ein barockes Schloss erbaut. Sein Gebäude wurde für Büros und Wohnungen der Herrschaftsbeamten genutzt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde ein neues Schloss erbaut. Die ursprüngliche gotische St. Martinkirche erscheint urkundlich erstmals im Jahre 1352. Um das Jahr 1745 erfolgte ihr barocker Umbau. In die Mauern des Presbyteriums sind die Grabsteine aus dem 16. und 18. Jahrhundert eingelassen. Die Gruftkapelle der hiesigen Adeligen wurde im Jahr 1810 zum Speicher umgebaut. In der westlichen Mauer des Speichers blieb der Umriss der ursprünglichen Kapelle erhalten. Das spätbarocke Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1808. Der umfangreiche Komplex der Zuckerfabrik wurde in den Jahren 1858-1859 ausgebaut. Im Jahr 1921 fiel die Zuckerfabrik einem Großbrand zum Opfer und an ihrer Stelle wurde eine neue für ihre Zeit sehr moderne Zuckerfabrik ausgebaut. Am Ende der 90. Jahre des 20. Jahrhunderts wurde ihre aufwendige Modernisierung durchgeführt. Im Jahr 2000 wurde sie als letzte Zuckerfabrik in dieser Region geschlossen.

PODLEŠÍN - PODLESCHIN
Die Gemeinde befindet sich im Tal des St. Georgbaches (Svatojiřský potok). Die Ersterwähnung geht auf das Jahr 1052 zurück. Damals stand hier eine Burg. Im Jahr 1088 verblieben drei Joch Ackerland mit Weingärten im Besitz der Vyšehrader Kirche. In der Umgebung standen die heute schon verschwundenen Kohlengruben der Prager Eisengesellschaft und eine Eisenerzgrube. In der Schrift „Soupis památek historických a uměleckých v politickém okresu Slánském“ (Liste der historischen und künstlerischen Denkmäler im politischen Bezirk Schlan) wird auch die in der Umgebung der Gemeinde Begräbnisstätte der La-Tène-Zeit erwähnt. Hier wurden bronzene Armbänder und Duxer Fibeln freigelegt. Unter Naturdenkmalschutz steht die sog. Podlešínská jehla (Podleschiner Nadel). Es handelt sich um eine Arkose von Ledec (Ledetz), die aus dem Oberkarbon stammt. Im Dorf dominiert die unter Denkmalschutz stehende Eisenbahnbrücke. Zu hiesigen Baumdenkmälern zählen die kleinblättrige Linde neben dem Haus Nr. 114 und die Sommereiche neben dem Haus Nr. 51.

KNOVÍZ
Seine prähistorische Besiedlung belegen zahlreiche Funde, die verschiedene Zeitepochen repräsentieren – von der jüngeren Altsteinzeit und der Spätsteinzeit bis zur jüngeren Bronzezeit. Aus letzterer entwickelte sich die Knoviz-Kultur, die später in die Bylany-Kultur überging. Neben den Nutzgegenständen und Menschen- und Tierknochenfunden wurden auch vereinzelte Menschenknochen mit Schlagspuren freigelegt. Dies lässt auf rituellen Kannibalismus schließen. Die Ersterwähnung des Dorfes geht auf das Jahr 1088 zurück. Im Jahr 1305 wurde das Dorf von König Wenzel II. der privilegierten Königstadt Slaný geschenkt. Die Allerheiligenkirche diente schon im Jahr 1352 als Pfarrkirche. Die ursprünglich gotische Kirche wurde im 18. Jahrhundert um die Sakristei erweitert. Im Jahr 1846 erfolgte ihr Umbau. In den Jahren 1993-1994 und 2005 wurde sie renoviert. An der Ausfahrt aus Knovíz Richtung Bradnýsek sehen wir linker Hand ein interessantes Sandsteingebilde, das „Husova kazatelna“ (die Hus-Kanzel) genannt wird.

Slaný – Dolín 3,5 km
Dolín – Hobšovice 4 km
Hobšovice – Nabdín 3,5 km
Nabdín – Velvary 3,5 km
Velvary – Neuměřice 5,5 km
Neuměřice – Kamenný Most 1 km
Kamenný Most – Zvoleněves 2,5 km
Zvoleněves – Podlešín 2 km
Podlešín – Knovíz 2,5 km
Knovíz – Slaný 5 km

Gesamtlänge:33 km
Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Die Route führt über die Gemeinde- und Kreisstraßen.

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